Fifty shades of rain

Der Alltag ist eingekehrt. Schule läuft. Das Haus ist soweit eingerichtet. Wir haben die ersten Freunde gefunden. Es ist dennoch anders als in Deutschland. Die Iren sind unglaublich gesellig und freundlich. Das Lebensgefühl ist ein anderes, wenn du nachmittags ein paar hundert Meter läufst und am Strand stehst. Wasser hatte für mich schon immer etwas mit Erholung und Urlaub zu tun; der salzige Geruch des Meeres, das Kreischen der Möwen, der laue Wind, der stetig um deine Nase weht… Und jetzt darf ich das stetig erleben.

Die Schule nebst Hausaufgaben nehmen uns ziemlich in Anspruch, denn die Anforderungen sind hoch. Die Wochenenden nutzen wir dann aber umso mehr. Die Insel ist nicht groß. Es ist niemals wirklich weit. Wir fangen dennoch zunächst mit der unmittelbaren Umgebung an: Wicklow Mountains, Dalkey, Killiney, Halbinsel Howth, Bray…

Meine Lieblingsorte sind gerade Dalkey und Killiney. Der Stein-Strand in Killiney könnte auch am Mittelmeer sein. Hier wachsen Palmen! Es sind keine echten Palmen, vielmehr ein Liliengewächs. Aber sie sehen aus wie Palmen und verleihen dem Ganzen ein Flair vom Mittelmeer. Man findet dort die tollsten Steine. Auf dem Weg nach Dalkey sieht man tolle Häuser und Villen. Die Sängerin Enya hat sich hier eine alte Burg gekauft und lebt hier. 

Entgegen der verbreiteten Ansicht ist das Wetter hier nicht schlecht. Ganz im Gegenteil. Es ist konstanter und durch den hier ankommenden Golfstrom ist es das ganze Jahr über recht mild. Es regnet allenfalls etwas öfter, aber das ist nicht schlimm. Die meisten Regenarten (davon gibt es unglaublich viele) bemerkt man gar nicht. Und das stetig feuchte Klima führte schließlich zu der bekannten Beschreibung als grüne Insel. 

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