5 Tipps für Erlebnisse in Dublin, die nichts kosten

Um mit einer Phrase zu beginnen: Dublin ist definitiv eine Reise wert. Die Metropole an der Ostküste Irlands bietet ein ganz besonderes Flair. Im Osten an die Irische See grenzend und im Südwesten an die Wicklow Mountains hat jeder Besucher die Qual sich zu entscheiden, ob er lieber Meeresluft atmen und Fisch essen oder die grünen Hügel und wilden Wälder der Berge erkunden möchte. 

Die ganze Stadt ist außerdem voll mit geselligen Pubs, in welchen nicht selten den ganzen Tag irische Live-Musik gespielt wird oder ab 11 Uhr (aber nicht früher) das erste Guiness genossen werden kann. Was Dublin auf keinen Fall ist, langweilig und preiswert. Als Großstadt kann sie es sich leisten, entsprechende Preise aufzufahren. Ob beim Essen oder Shoppen und beim Trinken schon gar nicht; das Pint Guiness ist nicht unter 7 Euro zu bekommen, ein Glas Wein nicht unter 10 Euro, und das ist nicht einmal ein besonders guter Tropfen. Auch im Supermarkt fängt eine durchschnittlich gute Flasche Wein bei 11 Euro an. 

Ich möchte euch daher fünf Tipps geben, wie ihr Dublin erleben könnt, ohne einen Cent auszugeben:

  1. Der erste kostenlose Tipp richtet sich nicht nur an die Kunstliebhaber. Der Besuch der Dubliner Museen ist auf jeden Fall ein Erlebnis. Und er kostet nichts. Die städtischen Museen sind alle for free.
    Ganz vorn auf der Liste sollte die National Gallery am Merrion Square stehen. Allerlei Gemälde und Plastiken, modern und aus früheren Epochen. Das Gebäude ist atemberaubend, mit imposanten Sälen und Werken. Direkt daneben gelegen, von außen etwas unscheinbar, sollte das National History Museum auf keiner Reiseliste fehlen. Die Exponate sind zwar etwas antiquiert, aber sie strahlen dadurch einen besonderen Glanz aus. Vor allem die Kids werden begeistert sein von den ausgestopften Tigern, Elefanten, Löwen und an der Decken hängenden Walskeletten. Zur Abrundung des Museumstages schaut euch noch die prähistorischen Stücke und jede Menge Gold in Form von Schmuck, Waffen und Münzen im National Irish Museum – Archeology in der Kildare Street an.
  2. Eines meiner liebsten Ausflüge geht im Sommer mit einem Picknick Korb in den Merrion Square oder den St. Stephens Green. Beide Parks sind wunderschön angelegt. Unter zum Teil Hunderte von Jahren alten, majestätischen Bäumen könnt ihr wunderbar verweilen, lesen, plaudern und die Seele baumeln lassen. St. Stephens Green liegt direkt an der Einkaufsmeile der Grafton Street und kann neben einem wunderschönen Teich und aufwendig gedrechselten Pavillons schöne Liegeflächen vorzuweisen. Im Sommer und in den Mittagspausen im Besonderen ist er jedoch ziemlich voll und laut. Ich bevorzuge daher immer den Merrion Square, der wesentlich beschaulicher und reizender angelegt ist. Außerdem können die Kleinen in dem niedlichen Spielplatz mit einem lebensgroßen Holzriesen aus Gullivers Reisen toben.
  3. Die Innenstadt Dublins ist sehr überschaubar. Die City ist nicht so groß. Alles ist gut zu erreichen. Am St. Stephens Green beginnt die Shoppingmeile der Grafton Street. Neben der Einkaufsstraße in der Henry Street nördlich der Liffey ist die Grafton Street etwas mondäner und extravaganter. Sie macht einfach mehr her. Besonders an den Wochenenden findet ihr hier zahlreiche Straßenkünstler und -musiker, die zum Teil richtig gut sind. Es lohnt sich hier allemal stehen zu bleiben und den wirklich guten Sängern zuzuhören, die riskanten Nummern der Artisten, die Skulpturen aus Sand oder Kreide-Gemälde auf dem Asphalt zu bestaunen.
    Die Zäune der Parks sind am Sonntag gesäumt mit wundervollen Gemälden namhafter und namenloser Künstler. Ein Spaziergang entlang der Bilder-Meile kann sehr inspirierend und interessant sein. Allerdings sind einige Werke sehr hochpreisig, so dass bei einem Kauf eines Gemäldes dieser Reisetipp nicht mehr zu der Kategorie der kostenlosen Ausflüge gezählt werden kann.
  4. Die gesamte irische Insel wird vom Golfstrom beeinflusst. Wie die Luft-Temperaturen selbst im Winter nicht wesentlich absinken, wird auch das Wasser der Irish Sea nicht wirklich eisig. Dennoch erfordert es eine Menge Mut, im Februar am Seapoint oder in Sandymount in die 10 Grad kalten Fluten zu steigen. Insbesondere am Seapoint ist dies aber üblich und ihr seid als Bademutige oder -lustige auch in den Wintermonaten dort nicht allein.
  5. Die schönsten aktiven Tage erlebt ihr bei ausgiebigen Ausflügen nach Howth oder Bray. Ein 10-Kilometer-Walk auf der Halbinsel Howth verspricht neben einem atemberaubenden Blick über die Irish Sea und die Bucht von Dublin auch das Erlebnis, seltene Vogelarten in den steilen Klippen beobachten zu können. Wenn ihr mehr über Howth erfahren wollt, klickt hier.
    Eine ebenfalls zu empfehlende Tour ist die von Bray nach Greystones. Von der Dart Station Bray habt ihr einen Weg, der zunächst am Steinstrand entlang geht und dann an den steilen Klippen des Bray-Head bis nach Greystones. Der Blick auf die See ist ununterbrochen herrlich und der Weg ist nicht sehr beschwerlich.

Auch wenn Geld ausgeben in Dublin wirklich Spass machen kann, es tolle Shopping-Möglichkeiten gibt und außergewöhnliche Restaurants und auch kein Pub-Besuch fehlen darf, gibt es dennoch einige Dinge, die sehenswert sind und kein Geld kosten. Auf gehts!

©Ariana Lambert February 2019

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