5 Insider-Tipps, die ihr in Dinlge Peninsula unbedingt erleben müsst

An der Halbinsel kommt kaum ein Irland-Besucher vorbei. Das kann ich aus eigener Erfahrung berichten, war dies auch mein erster Abstecher auf der grünen Insel. Ihr könnt hier das ursprüngliche Irland, die Insel, wie sie sich jeder Unwissende vorstellen würde, erleben: grün, weit und voller Natur.

Und recht so: sowohl das Städtchen Dingle als auch die Halbinsel des gleichen Namens sind auf jeden Fall eine Reise wert. 

☞ Mein Reise-Tipp: 

Die beste Reisezeit ist Februar bis April. Ich fahre seit einigen Jahren grundsätzlich in den Februarferien an die Westküste. Sehr kalt ist es nicht, der Golfstrom bewirkt selbst im Februar angenehme 10-14 Grad. Und der Regen, naja, vor dem seid ihr auch im Juli nicht gefeit. 

Vor allem jedoch platzt die Gegend in den Sommermonaten aus allen Nähten. Dingle gehört heute bei jedem Pauschal-, Bus- oder Individualreisenden zum Standard-Programm. Auch die Einheimischen sind voll auf den Tourismus-Zug aufgesprungen; wer die Möglichkeit hat, vermietet Zimmer oder Wohnungen. Es reiht sich ein B&B an das nächste. Im Februar ist es noch nicht so voll. Ihr könnt ein wenig erahnen, wie die Umgebung bis vor einigen Jahren noch war. 

☞ Mein Eindruck:

Die Besucheranstürme haben jedoch den positiven Effekt, dass das ehemalige einfache Fischerstädtchen sehr herausgeputzt wirkt; mit frisch und in allen erdenklichen Farben gestrichenen Häuschen mit gepflegten Vorgärten, mit im Vergleich zu anderen irischen Unterkünften hohen Standards, einem Oceanworld, zahlreichen gut ausgestatteten Boutiquen, anheimelnden Cafés und Restaurant und natürlich Unmengen an (teils richtig guten) Pubs. 

☞ Pubs:

Einen bleibenden Eindruck hinterlässt definitiv das Dick Macks, das nicht nur ein Pub mit eigenem im Hinterhof gebrauten Bier ist, sondern auch ein Schuster. Genau, ihr sitzt in einer Werkstatt vor urigen Regalen mit allerlei Handwerkszeugs eines Schusters und vor einer antik wirkenden Bar, die scheinbar alle Whiskey-Sorten der Welt zu beherbergen scheint. Tatsache ist, dass der Pub einige Awards für seinen Whiskey-Ausschank vorweisen kann. 

Direkt am Hafen inmitten einer wunderschönen Häuserfront kommt ihr an John Bennys nicht vorbei. Es lohnt sich aber auch. Der Pub ist sehr gemütlich, mit kleinen Tischen und einer großen Bar, einem anheimelnden Kamin, super netten Barkeepern und einer großartigen Küche. Trinkt hier unbedingt einen Hot Whiskey, zum Aufwärmen und für den richtig guten Geschmack.

☞ Drumherum:

Auf dem Weg nach Dingle müsst ihr einen Abstecher und einen ausgiebigen Spaziergang am besten barfuss am Inch Beach unternehmen und einen kurzen Snack in Sammys Beach Bar einplanen. 

Die weitere Reise von Dingle in Richtung Westen wird sehr abenteuerlich und ursprünglich. Die Natur wird rauher, der Wind kräftiger, der Blick weiter und die Wege, ebenso wie die Straßen, unwegsamer. Denkt unbedingt an gute Schuhe, es ist sonst schade, wenn ihr den einen Weg zu einem atemberaubenden Strand nicht einschlagen könnt, weil ihr mit euren Flip-Flops einfach nicht weiter kommt. 

Die Straßenschilder sind auf der Halbinsel im Allgemeinen, westlich ab Dinge im Besonderen nur noch auf Gälisch ausgewiesen. Wenn ihr dem Wild Atlantic Way folgt, könnt ihr nichts falsch machen; so viele Wege gibt es hier nicht. Lasst lieber mal das Auto stehen und lauft über die weitläufigen Hügel und Wiesen bis an die steilen Klippen. Am Slea Head seht ihr bei schönem Wetter und guter Sicht die steilen Felsspitzen der Skellig Michael Islands, auf deren steilen Treppen und atemberaubenden Steilklippen einige Szenen von Star Wars: Das Erwachen der Macht und Star Wars: Die letzten Jedi gedreht wurden.

☞ Berge

Schon bei der Anfahrt in Richtung der Peninsula könnt ihr gut erkennen, wie bergig es wird, im Gegensatz zu dem weiten Flachland in Kerry. Eine Fahrt mit dem Auto von Dingle in Richtung Brandon über den Conor Pass ist selbst für geübte Autofahrer in Erlebnis. Die Straßen sind großteils so eng, dass keine zwei Autos nebeneinander vorbei kommen und angesichts der Tatsache, dass es auf der einen Seite steil bergab, auf der anderen steil bergauf geht, ist einiges Rangieren oder rückwärts Fahren erforderlich. Dann aber ist die Stimmung an dem Aussichtspunkt nicht selten fast mystisch, wenn ihr hier oben fast in den Wolken steht, während der Blick nach unten zum Meer hin sonnige Felder und Seen zeigt. 

Am besten erlebt ihr die Peninsula, wenn ihr euch einfach treiben lasst. Verweilt dort, wo es euch gut gefällt und kehrt ein, wenn ihr einen netten Pub entdeckt. Wichtig ist, dass ihr etwas Bargeld dabei habt, weil im Gegensatz zum Rest der Insel hier nicht überall der elektronische Zahlungsverkehr üblich ist. 

Ich wünsche euch viel Spass und maximale Erlebnisse!!

© Ariana Lambert February 2019

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