5 Insider-Tipps, die ihr in Dinlge Peninsula unbedingt erleben müsst

An der Halbinsel kommt kaum ein Irland-Besucher vorbei. Das kann ich aus eigener Erfahrung berichten, war dies auch mein erster Abstecher auf der grünen Insel. Ihr könnt hier das ursprüngliche Irland, die Insel, wie sie sich jeder Unwissende vorstellen würde, erleben: grün, weit und voller Natur.

Und recht so: sowohl das Städtchen Dingle als auch die Halbinsel des gleichen Namens sind auf jeden Fall eine Reise wert. 

☞ Mein Reise-Tipp: 

Die beste Reisezeit ist Februar bis April. Ich fahre seit einigen Jahren grundsätzlich in den Februarferien an die Westküste. Sehr kalt ist es nicht, der Golfstrom bewirkt selbst im Februar angenehme 10-14 Grad. Und der Regen, naja, vor dem seid ihr auch im Juli nicht gefeit…

5 Tipps für Erlebnisse in Dublin, die nichts kosten

Um mit einer Phrase zu beginnen: Dublin ist definitiv eine Reise wert. Die Metropole an der Ostküste Irlands bietet ein ganz besonderes Flair. Im Osten an die Irische See grenzend und im Südwesten an die Wicklow Mountains hat jeder Besucher die Qual sich zu entscheiden, ob er lieber Meeresluft atmen und Fisch essen oder die grünen Hügel und wilden Wälder der Berge erkunden möchte.

Die ganze Stadt ist außerdem voll mit geselligen Pubs, in welchen nicht selten den ganzen Tag irische Live-Musik gespielt wird oder ab 11 Uhr (aber nicht früher) das erste Guiness genossen werden kann. Was Dublin auf keinen Fall ist, langweilig und preiswert. Als Großstadt kann sie es sich leisten, entsprechende Preise aufzufahren. Ob beim Essen oder Shoppen und beim Trinken schon gar nicht; das Pint Guiness ist nicht unter 7 Euro zu bekommen, ein Glas Wein nicht unter 10 Euro, und das ist nicht einmal ein besonders guter. Auch im Supermarkt fängt eine durchschnittlich gute Flasche Wein bei 11 Euro an.

Ich möchte euch daher fünf Tipps geben, wie ihr Dublin erleben könnt, ohne einen Cent auszugeben:

  1. Der erste kostenlose Tipp richtet sich nicht nur an die Kunstliebhaber. …

Brexit und Good Friday Agreement – Ist der Frieden auf der Insel in Gefahr?

Kaum ein Thema beschäftigt den Europäer im Allgemeinen und den Iren im Besonderen derzeit mehr als der vor der Tür stehende Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union. Dies umso mehr als der Deal von Theresa May unlängst im britischen Parlament haushoch scheiterte und der worse case eines harten Brexit immer wahrscheinlicher wird. 

Intensiv diskutiert werden in der Presse und an Stammtischen die wirtschaftlichen Folgen des harten Brexit auf das Königreich, Irland und auch für den deutschen Wirtschafts- und Finanzmarkt. Großbritannien agiert auf Platz fünf der für Deutschlands Wirtschaft wichtigsten Länder, sowohl in den Bereichen des Ex-, aber auch des Imports. Dies würde in Deutschland zumindest spürbar werden, wenn auch nicht bedrohlich. Ob sich die Briten einer drohenden Rezession in ihrem Land bewusst sind, ist manchmal fraglich, wenn man beobachtet, wie vehement immer noch der Großteil der Bevölkerung an einem Austritt festhält. Aber das soll hier und heute nicht Thema sein. 

Irland dagegen hat neben gravierenden wirtschaftlichen Einbussen auch Nachteile von ganz anderer Seite zu befürchten. Ein gerade mal zwanzig Jahre andauernder Frieden zwischen den beiden Ländern, die sich eine Insel teilen, steht auf dem Spiel.

Irische Namen oder wie?

Natürlich hat jedes Land seine eigenen Namen. Die irischen Vornamen sind jedoch besonders. 

Die Schreibweise hat für unser (deutsches) Verständnis absolut nichts mit der tatsächlichen Aussprache zu tun. Glücklicherweise kennen die Namensträger unsere Unfähigkeit, im „bh“ ein „w“ zu erkennen und helfen gern nach. 

Bei genauer Betrachtung empfinde ich die Aussprache der Namen im Besonderen und die irische Sprache, das Gälisch im Allgemeinen nun sogar total spannend und als eine Herausforderung.

Der Junge Oisin wird zum Beispiel Oschin ausgesprochen, der Eoin ist bei uns bekannt als Owen und man spricht ihn Ouen.  Auch dem Aodhan, den man Ajdan ausspricht, begegnet man häufiger. Bei den Mädchen ist in Irland, selbst bei den Kinder in der Schule meines Sohnes die Aoife, ausgesprochen Ifa mit einem langen „i“ sehr beliebt und häufig anzutreffen, ebenso wie Ailbhe, man sagt hier Alva und Aina, gesprochen wie Anje. Nachdem eine irische Schauspielerin nun durch einen oscarnominierten Spielfilm einige Berühmtheit erreicht, fragen sich viele, wie der außergewöhnliche Name Saoirse ausgesprochen wird; die Lösung ist: Sercha. Sowohl von der Schreibweise als auch von der Aussprache extraordinär sind Caoimhe, gesprochen als Kiewa und Aoibhann, völlig abwegig Iwan gesprochen. Häufiger dagegen trifft man auf die Siobhan, Schiworn mit einem langen „o“, Aisling wie Aschling und Roisin wie Roschin oder Niamh, gesprochen wie Nieva und Eabha wie Eywa, was ich besonders hübsch finde.

Ich hoffe, dass ich mich im Laufe der Zeit daran gewöhne und bis dahin lerne ich soviel ich kann dazu. Die Iren scheinen mir einigermaßen stolz zu sein auf die Besonderheiten ihrer Sprache und im Westen der Insel ist gälisch so weit verbreitet und üblich, dass die beiden Damen im Supermarkt angeregt auf gälisch den neuesten Tratsch des Dörfchens verbreiten, während du daneben stehst und anfangs überlegt, was die beiden eigentlich reden. 

©Ariana Lambert January 2019

Linksverkehr und Falschfahrer

In Irland fahren die Autos auf der linken Seite. Das wissen die meisten Kontinentaleuropäer. Aus dem alltäglichen Leben hier ein paar zusätzliche Tipps:

Behaupte niemals gegenüber einem Iren, er würde auf der „falschen“ Seite fahren. Er könnte dies als respektlos empfinden. Für ihn ist es schließlich die „richtige“ Seite und wir fahren falsch.

Es ist nur eine Frage der Gewöhnung. 

An den meisten Hafenstädten, in denen die Autofahrer in der Regel per Fähre vom Kontinent ankommen, gibt es zahlreiche Hinweisschilder, die überdimensional groß darauf hinweisen, dass in Irland links gefahren wird. 

Dennoch ist es ratsam, beim Einstieg in das Auto nach einer atemberaubenden Besichtigung der traumhaften Insel oder einer einmaligen Sehenswürdigkeit, sich dieser Besonderheit noch einmal bewusst zu werden. Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen, dass das Erlebnis, einmal am Strand an der Steilküste in Westirland entlang gewandert zu sein oder das Beben der Wellen unter den Füßen auf den hohen Felsen der Cliffs of Moher gespürt zu haben, ganz leicht dazu führen kann, dass der Wind dein Hirn so frei gepustet hat, dass du dich dabei erwischst, den Parkplatz auf der rechten Fahrbahnseite zu verlassen. Das kann insbesondere dann schnell passieren, wenn du an einem touristisch nicht so überlaufenem Ort oder im Februar unterwegs bist und keine anderen Autofahrer zum Vergleich um dich herum sind. 

Linksverkehr bedeutet demnach auch, in den Kreisverkehr nach links zu fahren und diesen im Uhrzeigersinn zu passieren und beim rechts Abbiegen dem entgegenkommenden Verkehr Vorfahrt zu gewähren. 

Entgegen weitläufiger Auffassung Unwissender und zugegebenermaßen kurioserweise gilt dennoch die Regel Rechts-Vor-Links an Kreuzungen, die keine anderweitige Reglung aufweisen. 

Die passende Wohnung

Mir ist schon klar, dass sich in einer Großstadt -dazu zähle ich auch Dublin, trotz nur einer halben Million Einwohnern- natürlich auch jede Menge Betrüger und andere Kriminelle tummeln. Die Masche, die ich auf dem Wohnungsmarkt erlebte, ist dennoch sehr speziell und war mir bis jetzt so nicht bekannt: Ich fand ein perfekt passendes Apartment, super Lage, groß genug, Holzfussboden, Kamin und große Küche. Ich rief den Vermieter an. Netter älterer Herr, sehr freundlich am Telefon.

Mein Traum vom Schreiben

Seit einiger Zeit betätige ich mich nun als Autorin. Auch wenn es anfangs nicht viel mehr als ein Hobby war, entwickelt es sich langsam zu einer Vollbeschäftigung. Ganz ehrlich: ich liebe es. So gehöre ich nun nicht zu den Schriftstellern, die von sich behaupten, schon als Kind Geschichten liebend gern erzählt und aufgeschrieben zu haben. Ich habe als Kind nicht mal gern gelesen. Heute ist dies ein großer Teil meines Lebens. 

Was hat dies nun mit meiner Auswanderung nach Irland zu tun? 

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Friedhof der Kuscheltiere

Der morgendliche Blick auf meine Wetter-App verrät, es wird Herbst. Ich erkenne es daran, dass die Temperaturen hier in Irland meistens höher sind als in Deutschland. Im Sommer war es anders herum.

Selten wird es richtig kalt.

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Howth – Fisch, Möwen und Meer

Wenn ich um einen Tipp für einen kurzen Ausflug von Dublin aus gebeten werde, fällt mir spontan die Halbinsel Howth ein. Eine kleine Landzunge, nördlich von Dublin, mit dem DART – der ist vergleichbar mit der S-Bahn in Berlin – eine halbe Stunde von der City entfernt.

Dann erwartet mich dort absolutes Meer-Flair: Boote, Schiffe, Felsen, ein Leuchtturm, Möwen und andere, auch völlig seltene Seevögel und sehr zu empfehlende Fischrestaurants. Im Sommer und in den Ferien kann es dort ein wenig überfüllt sein, aber es ist dennoch immer einen Ausflug wert. Am schönsten ist es aber in den Wintermonaten, denn dann ist alles recht ruhig und beschaulich.

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Große Veränderungen

Im Laufe der letzten zehn Jahre habe ich so ziemlich jedes Klischee erfüllt, dass man von mir in den Dreißigern so erwartet hatte: ich habe ein Haus gekauft, geheiratet, einen Sohn bekommen, jede Menge Bäume gepflanzt und bin jeden Morgen brav zur Arbeit gefahren.

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Fifty shades of rain

Der Alltag ist eingekehrt. Schule läuft. Das Haus ist soweit eingerichtet. Wir haben die ersten Freunde gefunden. Es ist dennoch anders als in Deutschland. Die Iren sind unglaublich gesellig und freundlich. Das Lebensgefühl ist ein anderes, wenn du nachmittags ein paar hundert Meter läufst und am Strand stehst. Wasser hatte für mich schon immer etwas mit Erholung und Urlaub zu tun; der salzige Geruch des Meeres, das Kreischen der Möwen, der laue Wind, der stetig um deine Nase weht… Und jetzt darf ich das stetig erleben.

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