… 

Er erwiderte nichts und sah sie nun auch an. Seine Augen schienen sie zu durchdringen und all ihre Gedanken zu lesen. Ihr Herz schlug wie wild und ihr Atem beschleunigte sich. Sie konnte nicht länger widerstehen. Sie stellte sich auf die Zehenspitzen und küsste ihn direkt auf den Mund. Er liess sie gewähren. Sie drehte sich nun vollends mit ihrem Körper seinem zu und schloss die Augen. Dabei öffnete sie leicht ihre Lippen und nahm seine Unterlippe vorsichtig zwischen ihre. Dann öffnete sie die Augen und löste sich von ihm. Ihre Hände ruhten nun auf seinen starken Brustmuskeln. Bevor er etwas sagen konnte, küsste sie ihn erneut. Diesmal öffnete er auch seine Lippen und der Kuss wurde innig und voller Leidenschaft. Ihre Zungen umkreisten sich und sie saugte zärtlich an seinen Lippen. Seine starken Hände hatten nun ihren schlanken Körper umfasst und sie nah an ihn herangezogen. Mit ihren Händen übte sie nun einen stärkeren Druck auf seinen Oberkörper aus und drückte ihn gegen die Wand hinter ihm. Er ließ es sich gefallen. Sarah hob die Arme, umschlang seinen Hals und vergrub schließlich ihre Hände in seinen Haaren. Seine Hände wanderten unter ihren Mantel und umschlangen ihren Körper. Mit einer kräftigen, ruckartigen Bewegung hatte er sie herumgewirbelt, so dass sie mit dem Rücken zur Wand stand. Ihre Küsse wurden leidenschaftlicher und seine Hände wanderten tiefer zu ihrer Hüfte und drückten diese sanft gegen seine. Sie konnte seine Erektion an ihrem Bauch spüren. Sein Atem ging auch kräftiger. Plötzlich löste er sich von ihr. Er schaute ihr in die Augen. Ihr wurde ganz schwindelig. Er schüttelte kaum merklich den Kopf. Sie sagte, 

„Es tut mir leid. Ich wollte dich nicht in Schwierigkeiten bringen.“ 

In Wirklichkeit tat es ihr keineswegs leid. Sie bedauerte es, jetzt aufzuhören. Aber sie wusste, dass sie das nicht durfte. Sie war die Lady des Hauses, er der Stallmeister und Kutscher. Eine Liaison war undenkbar. Beide standen sie noch eine kurze Weile ganz nah gegenüber und sie konnte seinen Atem auf ihrem Gesicht spüren. Dann löste sie sich und ging hinaus. Ein kalter Wind schlug ihr entgegen, als wolle er sie für ihr Verhalten strafen. Sie zog den Mantel enger. Ihr Körper war noch von feinen Schweißperlen übersät. Sie fröstelte. Schnell lief sie hoch zum Haus, legte sich in ihr Bett, konnte aber bis zum Morgen kein Auge mehr zu tun. Immer noch konnte sie Edwards Hände auf ihrem Körper spüren. Schon ein Gedanke an seine Berührungen führte zu einem angenehmen Stich in ihrem Bauch. Ein schönes Gefühl. 

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